Ich bin Thalia Warner, 16 und lebe in der Schweiz. Ich liebe lesen (vor allem Fantasy) und bin bei den Verkehrskadetten. Warum ich euch das erzähle? Es ist wichtig, damit ihr versteht, warum ich mit einem unscheinbaren Leben zu einem mit viel Kaos kam. Ich bin eigentlich eine durchschnittliches schweizer/britisches Mädchen, denn ich habe braunrötliches, mittellanges Haar, Hazeleyes und einen Smart-Casual Style. Noch mals zu meinem Hobby: Die Verkehrskadetten sind ein Verein von Jugentlichen, die am Wochenende und bei Fastivals auf der Strasse stehen und den Autofahrern sagen, wie sie zu fahren haben. Das tun sie, obwohl sie meistens selbst noch nicht Autofahren können und sich danach über die, nach ihren Ansichten, 60% der Autofahrer beschweren und lustig machen, wie diese ratlos oder entrüstet und ziemlich „dumm“ fahren. Also, nun kommen wir zum spannenden Part der Geschichte: Meine eigene Frechheit, die dazu geführt hat, dass mein Leben so kaotisch wurde. Ich stand an einem Wochenende an einer Kreuzung, hinter der ein Festival gefeiert wurde. Meine Aufgabe war es, die Autos anzuhalten, mit ihnen zu diskutieren und sie weg zu schicken. Ich hatte gerade einem Gespräch über Funk gelauscht, als ein schwarzer Lamborghini Aventadore vorfuhr. Da er in die Richtung der gesperrten Strasse fahren wollte, hielt ich ihn an. Die Scheiben waren getönt und als der Fahrer die Scheibe runterliess, sass dahinter ein Typ mit Tattoos und schwarzen, kurzen Haaren. Er hatte eine Sonnenbrille auf, über die er jetzt mit seinen grünen Augen drüber schaute. Er sah gut aus, das kann man nicht bestreiten. Ich wollte gerade sagen, dass er hier nicht durchfahren kann, da sagte er: „Darling, (er zog die Sonnenbrille noch ein bisschen tiefer) ich darf hier durch Fahren und ich werde hier durchfahren.“ Ich verdrehte die Augen, blickte über meine Brille und sagte nun etwas gereizt: „Nein, Arroganz in Person, du darfst hier definitiv nicht durchfahren und du wirst nicht durchfahren. Ausserdem bin ich nicht `Darling`.“ Offenbar hatte ich ihn überzeugt oder er hatte heute einen guten Tag, denn er fuhr mit einem Augenzwinkern davon. Als er weg war, sah ich eine Karte am Boden. Darauf stand: Liam Duncan. Da fiel der Groschen, die Duncan‘s sind die bekannteste Familie Europoas, kommen aus Amerika und leben in letzter Zeit in England. Es gibt fünf Duncan Brüder, der älteste ist James Duncan, der zweite ist Lucas Duncan, der vierte ist Levi Duncan und der fünfte und letzte ist Aiden Duncan. Liam Duncan ist der dritte in der Reihe. Wenn sie hier sind, dann bedeutet es, dass Kaos ansteht. Ich setzte meinen Einsatz fort und vergas im Laufe des restlichen Tages diese Begegnung. Es vergingen Wochen um Wochen, ohne spezielle Ereignisse. Dann stand ein grosser Einsatz an, ein Bergrennen. Nach dem ersten Tag sassen wir draussen und assen, als fünf Autos vorfuhren. Das waren Luxusautos und natürlich war auch der schwarze Lamborghini Aventadore dabei. Als die fünf Duncans angehalten und ausgestiegen waren, liefen sie zu unserem Tisch, Liam an der Spitze. Ich stand auf und lief ihm entgegen, als wir uns in der Mitte trafen. Ich wartete, bis er etwas sagte und er tat es mit einem Grinsen im Gesicht „Darling, ohne Uniform siehst du ja fast nicht mehr so arrogant aus, hast du frei oder ist dir jemand ins Abspergitter gefahren?“ Ich erwiederte: „Ist dein Navi kaputt und du hast den Weg nicht alleine aus der Villa gefunden oder willst du einfach mal erfahren, wie echtes Niveau aussieht?“ Er lachte und sagte frech: „Nein, ich wollte meinen Brüdern den Beweis liefern, dass es eine Person gibt, die so viel von sich hält. Sie glauben nämlich nicht, dass es jemanden gibt der mich wie einen Idioten stehen lässt.“ Nun war es genug und ich versuchte den Grund herauszufinden, wieso er wirklich da war: „Bist du überrascht, das endlich mal jemand deinem Ego keinen Platz gemacht hat oder willst du, dass ich dir zeige, wie man gerade parkt?“ Er blickte mich von oben nach unten an und sprach: „Eigentlich wollte ich nur sehen, ob du deine grosse Klappe behältst, wenn du keine Uniform trägst, aber das sehe ich ja.“ Nun flüsterte er mir ins Ohr: „Ich feiere nächste Woche meinen achtzehnten Geburtstag und lade dich ein. Da sind Leute mit zu viel Schminke, zu viel Geld und definitiv zu wenig Niveau, vielleicht brauche ich mal jemanden, der ihnen was beibringt.“ Ich überlegte kurz und erwiderte dann: „Ich dachte du klagst mich jetzt wegen Arroganzbeleidigung an. Ich überlegs mir, aber nur wenn du gelernt hast gerade zu parken und Schilder zu lesen!“ Er schmunzelte und antwortete nun laut: „Ich lass für dich einen Parkplatzreservieren und benutze ein Geodreieck, um zu parken.“ Sei stiegen ein und fuhren weg. Ich ging zu meinen Freunden und wurde sofort ausgefragt. Wochen vergingen und als die Party anstand, ging ich auf die Tanzfläche zu. Ich hatte das Kleid meiner Konfirmation an und fühlte mich trotzdem underdressed. Ich wurde mit kalten, skeptischen Blicken betrachtet. Liam bemerkte mich, kam zu mir und sagte: „Miss I`m always right ist angekommen, ich dachte nicht, dass du kommst.“ Ich sagte schelmisch: „Ich habe es mir fast anders überlegt, als ich das schiefe Auto gesehen habe, aber ich wollte dein Ego nicht noch mehr verletzen.“ Er konterte: „Das nächste Mal setzt du dich mal hinters Steuer und machst es besser. Du siehst gut aus Darling.“ Ich lief ein bisschen rot an, wegen des Kopliments. Er setzte erneut an: „Ich brauche ein bisschen Unterhaltung, tanzten wir? Ich führe auch, damit das hier kein Desaster wird.“ Ich neckte ihn: „Ich kann tanzten Liam, damit das klar ist. Aber gerne zeige ich dir mal wieder, wie hoch das Niveau liegen kann.“ „Dann zeig es mir Darling.“ Er zog mich auf die Tanzfläche und wir begannen. Es gab da diese Spannung zwischen uns, die ich nicht erklären kann und er fragte: „wie heisst du Darling?“ „Ich heisse Thalia.“ Und dann wachte ich aus der Vorstellung auf, weil fünf Autos auf den Platz fuhren und jemand bestimmtes ausstieg…
The End
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