"Die Feder des Meeres" - eine Geschichte von Anna M. - Young Circle

«Die Feder des Meeres» – eine Geschichte von Anna M.

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«Die Feder des Meeres» – eine Geschichte von Anna M.

Der Wecker klingelte. Ich öffnete die Augen und seufzte glücklich. Die Leuchtzeiger auf meiner Uhr zeigten halb fünf. Ich schlug die Bettdecke zurück und sprang auf.

Ich nahm mein Handy vom Schreibtisch und stellte leise Musik an. Nichts half mir besser beim Aufwachen als die sanften Melodien und Töne ruhiger Musik. Das Licht blendete mich als ich auf den Schalter drückte. Ich schlüpfte in eine graue Jogginghose und zog mein Lieblings-T-Shirt über den Kopf. „Luana, kommst du?“, erklang die Stimme meines Vaters aus dem Wohnzimmer. „Bin gleich soweit!“, rief ich durch die geschlossene Zimmertür nach draussen. Hastig streifte ich meinen schwarzen Kapuzenpulli über und fuhr mir mit den Fingern durch die Haare und versuchte die Knoten zu lösen. „Lu, wir müssen los!“ Mein Vater klang ungeduldig. „Ich komme schon!“ Ich griff nach meiner Brille auf dem Nachttisch und hängte mir den Riemen meiner braunen Tragtasche über die Schulter. Eilig stopfte ich mein Handy hinein und rannte ins Wohnzimmer.

„Willst du noch was essen? Wir haben Brot und auch noch ein paar Äpfel.“ Mein Vater war dabei noch einen Kleiderhaufen in seinen Koffer zu stopfen. „Paps, du hast genug Pullis eingepackt. Wir werden schon nicht erfrieren“, sagte ich kopfschüttelnd und stellte meine Tasche auf den Boden. Ich nahm einen Apfel aus der Fruchtschale und biss hinein. Er war schon etwas älter aber immer noch süss und saftig. „Komm schon, Paps, wir verpassen noch das Flugzeug.“, meinte ich und zog meine Turnschuhe an. Ich öffnete die Wohnungstür und schleppte meinen Koffer die Treppe hinunter. Hinter mir hörte ich wie mein Vater seufzte und einen Reissverschluss zuzog. Dann schloss sich die Haustür und ein Schlüssel drehte sich im Schloss. Ich grinste.

Im Flugzeug dachte ich über meine Ferien nach. Mein Vater, Daniel Steiner, war Biologe und hatte ein Angebot bekommen in Griechenland die Pflanzen und Tiere zu studieren. Also flogen wir nach Athen, um dann mit einem Mietauto nach Lefkada zu fahren, einer Insel mit vielen, wunderschönen Stränden. Meine Mutter, Serayna Steiner starb an Krebs als ich acht war. Obwohl es schon fünf Jahre her war, tat es immer noch unglaublich weh an sie zu denken. Sie hatte mich dazu bewegt Gitarre zu spielen und in einen Tanzclub zu gehen, da ich Musik so sehr liebte. Als sie starb, starb auch meine Begeisterung für Gitarre spielen und tanzen. Ich begann viel zu lesen und zog mich vor meinen Freunden zurück. Erst letztes Jahr, als mein Vater mich an ein Konzert mitnahm, erinnerte ich mich an meine frühere Leidenschaft und hörte wieder Musik. Doch ich nahm weder Gitarre stunden noch kehrte ich zu meiner Tanzgruppe zurück. In mir war etwas zerbrochen, das nicht wieder repariert werden konnte.

Etwas rüttelte mich an der Schulter. „Sieh mal Lu, wir sind da“, flüsterte mir Paps ins Ohr. War ich eingeschlafen? Ich sah aus dem Fenster. Unter uns befand sich ein Meer, das so leuchtend blau und wunderschön war, dass mir der Mund offen stehen blieb. Etwas weiter vorne sah ich einen Landstrich, der immer grösser wurde. Als das Flugzeug zu sinken begann, konnte ich vor Aufregung nicht richtig atmen. Wir waren in Griechenland! Ich rannte fast durch den Flughafen, auf der Suche nach einem Ausgang. „Halt, halt. Wir müssen noch unser Gepäck abholen!“, rief mein Vater und blieb stehen. Aufgeregt rannte ich um ihn herum. Als wir dann endlich weitergehen konnten konnte ich kaum noch gehen. Ich hüpfte und lachte und war so glücklich wie noch nie zuvor. Endlich, ich erblickte den Ausgang. Ich rannte darauf zu und stiess die Tür auf. Dann atmete ich tief ein. Es roch nach warmem Stein, Salz und etwas, das ich der Sonne zuordnete. Es war warm und ich konnte das Meer sehen. Es war unendlich und blau und trotz der Entfernung schien es doch so nah! Mein Vater legte mir eine Hand auf die Schulter und flüsterte: „Es ist wunderschön, nicht?“ Ich konnte nicht antworten, so sehr zogen mich die Farben in ihren Bann. Irgendwann gingen wir dann doch weiter und mieteten ein Auto. Es war ein weisser Skoda Octavia, gross genug um eine fünfköpfige Familie unterzubringen. Wir verstauten alles auf dem Rücksitz und im Kofferraum. Dann fuhren wir los nach Süden, in Richtung Lefkada.

Die Fahrt dauerte über drei Stunden, doch mir wurde nicht langweilig. Es gab so viel zu sehen und zwischendurch erblickte ich in der Ferne das Meer. Das war das allererste Mal, dass ich es zu Gesicht bekam. Auf Fotos im Internet hatte ich es schon gesehen, aber es zu erleben war etwas ganz anderes. Und das Beste: Wir würden den ganzen Sommer hierbleiben! Drei Monate am Meer in der Wärme, was wollte ich noch mehr?

Mein Vater bog in die Einfahrt zu einem einsamen Haus auf einem Hügel. Die Strasse war uneben und wir wurden kräftig durchgeschüttelt. Dann bogen wir um eine Ansammlung von Olivenbäumen und ich erblickte das Haus. Es war hellgelb und stand etwas höher als die Umgebung. Der Boden der Terrasse war mit orange-gelben Steinen gefliest und warm von der Sonne. Von Innen sah das Haus noch viel schöner aus: Das Wohnzimmer hatte zum Meer hin eine Wand aus Glas und alle Möbel und Farben waren perfekt aufeinander abgestimmt. Ich nahm meine Tasche mit all meinen Büchern aus dem Auto und legte sie auf ein Bett in einem der beiden Zimmer. Als ich den Reissverschluss aufgezogen hatte nahm ich jedes einzelne heraus und besah mir den Einband auf der Suche nach einem Makel durch die Reise in einem Flugzeugbauch. Zwei hatten eingedrückte Ecken, doch wenn man bedachte, dass die Leute an den Flughäfen die Koffer und Taschen einfach aufs Förderband schmissen, war das ziemlich wenig. Trotzdem versuchte ich die Einbände noch irgendwie zu retten. Als das nicht funktionierte stellte ich die Bücher resigniert in ein Regal. Ich fühlte mich schlecht, irgendwie verantwortlich dafür. Als wäre ich ihnen etwas schuldig. Das war ich ja irgendwie auch, denn sie waren für mich da gewesen, als mich niemand sonst über den Verlust meiner Mutter hinweg trösten konnte. Ich schüttelte diese Gedanken ab und sah mir das Badezimmer an. Der Boden und die Wände waren mit blauen Kacheln bedeckt. Aus dem Spiegel sah mich ein Mädchen mit schulterlangen, dunkelbraunen Haaren, einer geraden, kurzen Nase und mit olivgrünen Augen mit hellgrünen Sprenkeln hinter einer nickelfarbenen Brille. Sie sah glücklich aus. Ich lief ins Wohnzimmer. Paps sah mich an und grinste. Ich lächelte und ging nach draussen. Das Haus war von einem Olivenhain umgeben. Hier konnte mein Vater am besten forschen. Die Erde war rötlich und warm. Ich entfernte mich ein Stück vom Haus und genoss die Ruhe. Ohne es zu merken beschleunigte ich meine Schritte bis ich zwischen den Bäumen hindurchraste. Ich blieb abrupt stehen. Hatte ich da nicht etwas gehört? Da, schon wieder! Ein schrilles Fiepen. Langsam ging ich ein Stück zurück. Wieder hörte ich es. Ich lauschte. Rechts von mir quiekte etwas. Ich drehte mich um. Da war eine Katze, die einen Baum hochkletterte. Doch sie konnte es nicht gewesen sein, oder? Sie drehte sich um und sprang hinunter. Ich erstarrte. Die Katze hatte etwas zwischen den Zähnen! Langsam ging ich auf sie zu und hoffte, sie würde sich nicht erschrecken und davonrennen. Vorsichtig streckte ich meine Hand aus und kraulte sie hinter den Ohren. Mit der anderen strich ich vorsichtig zwischen ihren Augen entlang zur Nase mit dem Finger drückte ich die Nasenlöcher zu. Die Augen der Katze weiteten sich und sie versuchte sich zu befreien, doch mit der anderen Hand hielt ich ihren Hinterkopf fest. Schliesslich riss sie das Maul auf und schnappte nach Luft. Das Etwas viel ihr aus der Schnauze, doch es kümmerte sie nicht. Ich hatte sie losgelassen und sie sprang so schnell davon wie sie konnte. Auf dem Boden lag ein blutiges Ding mit einem seltsamen Graustich. Vorsichtig hob ich es hoch. Seine Augen waren vor Schreck geweitet und es fiepte wieder. Ein Eulenküken! Entschlossen stand ich auf und ging zurück zum Haus. Mit den Händen versuchte ich die Stösse meiner Schritte so gut es ging zu dämpfen. Paps war auf der Terrasse und blickte mir entgegen. „Ich habe ein Eulenküken gefunden“, flüsterte ich. „Eine Katze wollte es sich holen.“ Daniel runzelte die Stirn. „Aber du weisst doch, dass wir in den Verlauf der Natur nicht eingreifen sollten. Der Stärkere überlebt, so ist es schon immer gewesen und so wird es immer sein. Ich weiss, das ist schwer zu verstehen, aber so ist es nun mal.“, meinte er. „Aber können wir es nicht retten?“, fragte ich verzweifelt. „Schon, es braucht einiges an Nahrung aber wir können doch für es sorgen, bis es gross genug ist um sich allein durchzuschlagen.“ Mein Vater überlegte. „Du würdest es nicht übers Herz bringen es wieder auszusetzen, oder?“ Ich schüttelte stumm den Kopf. „Also gut, wir behalten es. Aber nur, bis es alleine überleben wird.“

Die nächsten Wochen verbrachten wir damit, das Eulenküken zu füttern und gesund zu pflegen. Sobald ich oder Paps uns näherten, sperrte es den Schnabel auf und fiepte. Es war ein Männchen. Durch das viele Futter wuchs er kräftig und die anfangs grauen Daunen wurden von starken Federn überdeckt. Die Flugfedern sprossen und bald hüpfte das Küken durchs Wohnzimmer und flatterte mit den Flügeln. „Seltsam“, murmelte Daniel einmal. „Er versucht zu fliegen, obwohl er noch so jung ist. Und er weiss, wie er es erlernen kann, selbst wenn er keine Eltern hat, die ihm zeigen wie es geht.“ Als ich ihm in Gedanken versunken übers Gefieder strich stutzte ich: Die Federn waren am Kiel grau und verliefen dann in ein schimmerndes Blau. „Paps, weisst du, was er für eine Art ist?“, fragte ich dann aufgeregt. Daniel kam zu mir herüber und setzte sich vor mir auf den Boden. „Bis jetzt noch nicht, ich kenne keine Eulenart mit grauem Gefieder.“ „Ist dir aufgefallen, dass die Federn blau sind?“ „Die Federn sind blau? Lass mich mal sehen.“, meinte er nachdenklich. „Tatsächlich! Das habe ich noch nie gesehen. Ich glaube, du hast da etwas ganz besonderes gerettet!“ Bei diesen Worten blickte mich die kleine Eule treuherzig an und seine Augen zogen mich in ihren Bann. Sie waren blau wie das Meer. Von da an nannte ich ihn Sea.

Bald darauf flatterte Sea durchs Haus und schrie vergnügt. Er setzte sich auf meine Schulter und knabberte an meinem Ohr oder zupfte an meinem Haar. An einem warmen Abend sassen mein Vater und ich auf der Terrasse und sahen uns den Sonnenuntergang an. Sea flatterte zu mir und hüpfte auf meine Stuhllehne. Zärtlich reib er seinen Kopf an meiner Hand. „Wir müssen ihn hinauslassen“, sagte Paps ernst. Ich nickte traurig. Ich hatte von Anfang an gewusst, dass ich Sea nicht für immer behalten konnte. Aber schon so bald? „Können wir nicht noch eine Woche warten?“, fragte ich leise. Daniel schüttelte den Kopf. „Wir haben das schon zu lange hinausgezögert. Wenn wir noch länger warten wird er nicht selbst lernen sich Futter zu suchen und wenn wir fort sind wird er verhungern“, sagte er behutsam. Mir stiegen Tränen in die Augen. Sea war mein allerbester Freund, besser als alle menschlichen, die ich je gehabt hatte. Er hörte mir zu und brachte mich zum Lachen. Er konnte nicht so reden wie wir aber Sea hatte seine eigene Art zu kommunizieren. Paps riss mich aus meinen Gedanken. „Sea lernt schnell. Viel schneller als gewöhnlich. Nur darum konnten wir überhaupt so lange warten. Aber jetzt ist es Zeit ihn gehen zu lassen.“

Am nächsten Morgen ging ich mit Sea früh hinaus. Ich wollte die restliche Zeit, die uns noch blieb gemeinsam verbringen. Er schien zu spüren, dass der Abschied nahte, denn er blickte mir tief in die Augen und strich mir mit dem Schnabel durch die Haare. Daniel war ebenfalls nach draussen gekommen und legte mir eine Hand auf die Schulter. Ich gab Sea einen Kuss auf den Kopf und stellte ihn auf den Boden. Mit Tränen in den Augen wandte ich mich ab und ging hinein. Sea hüpfte mir nach, doch ich schloss die Tür bevor er hereinkommen konnte. Er sah mich an. Dann schien er zu nicken und flatterte auf. Irgendwo am anderen Ende des Olivenhains verlor ich ihn aus den Augen. Paps zog mich in eine Umarmung und strich mir über den Kopf. „Gut gemacht“, flüsterte er. „Das ist mein Mädchen.“

In den folgenden Wochen fuhren wir ein paar Mal an den Strand, doch das erinnerte mich nur umso mehr an Sea. Ich suchte wieder einmal Zuflucht in meinen Büchern. Im Olivenhain hatte ich einen Baum mit einer Astgabel gefunden, in der man sehr bequem sitzen konnte und las dort den ganzen Tag lang. Manchmal sass ich auch einfach nur da und dachte nach. Daniel warf mir immer wieder besorgte Blicke zu. Er gab sich wirklich Mühe mich aufzuheitern und ich rechnete es ihm hoch an, denn er arbeitete fast die ganze Zeit. Doch nichts brachte mich dazu Sea zu vergessen.

Eines Abends sass ich wieder auf meinem Baum und las. Da hörte ich ein Flattern. Ich konnte es kaum glauben: Sea landete auf einem Ast vor mir und sah mich ernst an. Er drehte seinen Kopf nach hinten und zupfte mit dem Schnabel seine Federn zurecht. Oder nein, er zupfte eine heraus, wie ich jetzt sah. Er legte sie auf mein Buch und hob die Flügel. Schon war er aufgeflattert und davon geflogen. Ich sah ihm nach. Dann fiel mein Blick auf die Feder. Sie war blau an der Spitze und verlief zum Kiel hin in ein Grau. Sachte nahm ich sie in die Hand. Als ich die Feder berührte begann sie zu leuchten und schwebte einige Zentimeter über meiner Handfläche. Ich staunte noch mehr, als sie sich zu drehen begann. Dann blieb sie stehen, mit dem Kiel in die Richtung zeigend, in die Sea verschwunden war. Ich starrte die Feder an. Mit dem Finger stupste ich sie an und sah zu, was passierte. Sie sank nach unten, etwa auf Hüfthöhe. Aufgeregt kletterte ich den Baum hinunter und stupste sie wieder an. Diesmal flog sie einmal um mich herum und flitzte in die Richtung, in die sie zeigte davon. Fünf Meter weiter vorne blieb sie stehen. Ich folgte ihr, doch als ich fast bei ihr ankam schwebte sie wieder ein Stück weiter. Wollte sie, dass ich ihr folgte? Offensichtlich schon, denn als ich wieder weiterging bewegte auch sei sich vorwärts. Die Feder führte mich etwa zwanzig Minuten lang hinter sich her. Dann kam sie Ruckartig zum Stehen. Ich sah auf. Vor mir standen zwei Olivenbäume. Sie waren einander zugeneigt und die oberen Äste hatten sich ineinander verflochten. So bildeten sie eine Art Durchgang. Die Sonne ging genau in der Lücke zwischen den Bäumen unter, so sah es beinahe so aus, als wäre eine schimmernde Membran zwischen ihnen gespannt. Ich hörte ein Klacken als Sea sich auf einen der nicht verschlungenen Äste setzte. Ich wollte gerade den Mund aufmachen, als er sich erneut in die Lüfte erhob und über den Bäumen kreiste. Da flog er in einen Sturzflug und raste auf den Boden zu. Ich wollte schreien, doch kein Ton kam über meine Lippen. Im letzten Moment breitete Sea die Flügel aus und rauschte knapp über dem Boden dahin, direkt auf den Bogen zu. Er flog hindurch und- verschwand! Ich lief um den Durchgang herum. Vielleicht war Sea abgestürzt oder war in einen Ast geknallt. Doch er war nirgends zu entdecken. Ich lief zurück auf die andere Seite. Die Feder steuerte auf mich zu, umkreiste mich und schwebte auf den Durchgang zu. Das letzte Mal, als sie das getan hatte, wollte sie, dass ich ihr folgte. Dieses Mal auch? Kaum hatte ich den Gedanken beendet flog die Feder zwischen den Bäumen hindurch und verschwand ebenfalls. Ich atmete einmal tief ein. Ich hatte mich entschieden. Langsam setzte ich mich in Bewegung und bemühte mich ruhig zu atmen. Meine Gedanken rasten. Ich schloss die Augen. Es fühlte sich an, als würde ich in angenehm kühles Wasser eintauchen, doch dann war es auch schon wieder vorbei. Ich öffnete meine Augen wieder. Vor mir standen die Bäume genau wie vorher, doch etwas war anders. Ich spürte es. Ein Vibrieren der Luft. Sea war wieder da! Doch das war es nicht, was anders war. Etwas schwirrte an meinem Ohr vorbei. Ich wandte den Kopf und schrak zurück. Das Etwas war klein, blau und schwirrte in der Luft vor meiner Nase herum. Es leuchtete in der Dunkelheit. Ich streckte die Hand aus und, oh Wunder, es setzte sich zutraulich darauf. Jetzt konnte ich kleine Flügel erkennen, wenn sie sich bewegten gaben sie eine leise Melodie von sich. Eine Fee? Das konnte nicht sein. Ich lief los zum Ferienhaus. „Paps!“, rief ich, doch er war nicht da. Anstelle des gelben Häuschens stand da eine Hütte, umgeben von schillernden Feen in allen möglichen Farben. Sea landete auf meiner Schulter. Du bist in Maris, einer Parallelwelt zur Erde. Ich zuckte zusammen. Wer hatte da in meinem Kopf gesprochen? Ich bin es, Sea. „Du… du kannst reden?“, fragte ich zittrig. Ja, aber du kannst mich nur in dieser Welt hören. „Warum hast du mich hierhergeführt?“ Du bist die Einzige, die Maris helfen kann.

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