"MOMENTS FOR LIFE" - Eine Geschichte von Chayenne Sammer - Young Circle

«MOMENTS FOR LIFE» – Eine Geschichte von Chayenne Sammer

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«MOMENTS FOR LIFE» – Eine Geschichte von Chayenne Sammer

Finja ist Eiskunstläuferin am College und lebt für ihr Training auf dem Eis. Als sie eines Tages dem neuen Star der Eishockeymannschaft begegnet, beginnt eine unerwartete Geschichte zwischen zwei völlig unterschiedlichen Sportwelten. Was mit einem zufälligen Zusammenstoss auf dem Campus beginnt, entwickelt sich über Jahre hinweg zu einer grossen Liebe.

Eine Wärme weckt mich im Gesicht. Ich bin wohl unter einem Baum im Park unseres Colleges eingeschlafen.  Niemand sagte, dass es leicht ist sich im Sommer auf Eiskunstlaufen zu konzentrieren. Obwohl es eine schöne Erfrischung ist, einmal am Tag in eine kalte Eishalle zu gehen. Ich öffne meine Augen und blicke in die Baumkrone. Ich richte mich auf und packe langsam meine Sachen und schlendere durch den Campus, um zu meinem Wohnheim zu kommen. Ich mache mich gerade fertig für das Training, als sich ein Schlüssel im Schlüsselloch dreht. Ich drehe mich um und sehe meine beste Freundin und auch Mitbewohnerin. Sie strahlt, als sie mich sieht. „Hallo meine beste Freundin Amy!“, begrüsse ich sie. „Ich muss gleich los, weil ich mich noch mit Luca in einem Restaurant um 18:00 Uhr treffe“, sagt Amy. Ich schaue auf meine Armbanduhr und sehe, dass ich jetzt gleich losmuss, um ins Trainig zu gehen. Ich renne zur Eishalle. Dort angekommen bin ich doch zu früh, weil noch die Eishockeymannschaft von unserem College auf dem Eis ist. Einer fällt mir sofort auf. Ich weiss nicht, wer er ist, aber er kann gut spielen. Sehr gut sogar. Als sie vom Eis gehen und Mr. Clark mit seiner Eisbearbeitungsmaschine durch das unglatte Eis fährt, beschliesse ich zu Luca zu gehen, um zu fragen, wer er ist. Ich gehe auf den Freund von Amy zu und frage ihn nach diesem guten Spieler. „Hallo Luca. Lange nicht gesehen. Ähm, ich habe eine Frage. Wer ist der neue Typ in eurer Manschaft?“ Luca schaut mich verwirrt an, weil er weiss, dass ich mich nicht für Eishockey interessiere. Dann erhellt sich sein Blick und er antwortet mir: „Das ist Louis Anderson. Er ist der neue Goldjunge unseres Teams“ Ich lächle, obwohl ich weiss, dass er es ironisch meint. Als ich aus der Garderobe komme, knall ich voll gegen einen sehr muskulösen Körper. Ich schaue auf und springe gleich zur Seite. „Ist alles okay bei dir?“ fragt der Fremde, in den ich gestossen bin. „Mir geht es gut, danke“, sage ich noch völlig perplex. „Ich bin Louis.“, sagt er. Ich denke nur omg! Schnell bringe ich auch meinen Namen raus: „Ich bin Finja. Freut mich dich kennen zu lernen.“ „Freut mich auch“ und Louis läuft nach diesem Satz los, als die Stille über uns hereinbricht. Ohne ein „Tschüss“? Wie unhöflich! Dann schaue ich auf die Uhr, die an der Wand hängt. 17:58 Uhr. Oh nein, mein Training fängt in 2 Minuten an! Ich renne zu meiner Umkleidekabine und ziehe meine Schlittschuhe weltrekordverdächtig schnell an. Als ich wieder aus der Umkleidekabine komme, knall ich wieder gegen einen muskulösen Körper. Ich denke mir nur: „Bitte nicht der schon wieder“. Ich schau auf und sehe Luca der lauthals loslacht. „Was ist so lustig?!“, frage ich. „Deine Haare! Und der neue Typ, der hat nach deiner Nummer gefragt!“ sagt er und seine Worte überschlagen sich fast. Was hat Luca am Schluss gesagt?! Er will meine Nummer?! Als wir uns einige Sekunden geschockt anschauen, bricht eine Stimme unser Schweigen. „Finja? Wo bist du? Unser Training beginnt gleich!“ „Ich komme!“ rufe ich aufgeregt. Als ich auf dem Eis, Runden laufen muss, sehe ich eine dunkle Gestalt am Seitenrand. Er ist gross und muskulös. Das ist sicher wieder Louis. „Ach ja, ich habe dir etwas vergessen zu sagen“, sagt meine Trainerin. Kurze Stille, bis eine männliche Stimme sich meldet: „Hallo Finja. Ich bin Louis. Ich schaue dir heute zu“. Meine Trainerin will endlich starten: „So jetzt fangen wir aber an mit dem Training.“ Als ich dann dem sehr muskulösen Fremden, ein paar Tricks gezeigt habe, schliesst meine Trainerin das Training 15 Minuten vor Schluss. Ich frage sie wieso, aber sie sagte nur: „Ich dachte du wolltest bisschen Zeit zur Erholung.“ Sie lacht mich freundlich an und zwinkert mir dann zu und ergänzt: „und das du noch Zeit mit diesem Jungen hast“. Diese Frau ist unmöglich. Ich ziehe mich um und dann gehe ich nach draussen, wo dieser Junge auf mich wartet… wie heisst er nochmal? Louis, stimmt. „Hast du noch Zeit, um mit mir etwas zu trinken?“, fragt Louis plötzlich. Ich überlege kurz. Aber dann stimme ich zu und wir laufen nebeneinanderher zu einem Café. Als wir nach 5 Minuten ankommen, bricht er das Schweigen: „Also, es tut mir leid, dass ich vorher, nach unserem Training einfach so abgehauen bin.“ Ich weiss nicht, was ich sagen soll. „green Flag“?! „Danke für deine Entschuldigung“, sage ich nach vielen Gedankenflügen. Wir treten in das kleine Café.Es ist sehr leer. Es hat vielleicht gerade einmal 5 Personen. Louis steuert auf die Theke zu hinter der eine Barista unsere Bestellung auf nimmt. „Was willst du?“, fragt er mich. „Ich hätte gerne eine Lavendel Matcha. Kalt gerne.“, bestelle ich mein absolutes Lieblingsgetränk. „Ich hätte gerne eine Cola Light“, und so schliesst er die Bestellung. Als wir uns hinsetzen, gebe ich ihm ein 20 Euro Schein. Er ignoriert sie. Als unsere Getränke kommen, probiere ich mein Matcha. Ich schliesse meine Augen. Er schaut mich an als ich wieder meine Augen öffne. „An was erinnert dich dieses Getränk, dass du jetzt plötzlich so glücklich aussiehst?“, fragt er. Ich überlege, ob ich ihm das sagen soll oder nicht. „Es erinnert mich an meine Kindheit. Ich lebte mit meinen Eltern auf einer Lavendel Farm. Es roch immer so im Sommer.“ antworte ich.

Als ich wieder an diese wunderschönen Momente zurückdachte, komme ich langsam wieder in diesem wunderschönen Moment an. Mein Freund Louis, der neben mir im Sand sitzt auf den Malediven. Als ich ihn anschaue, denke ich mir „ich bin immer noch so verliebt in ihn wie am ersten Tag“. Wir waren gerade an der Trauung unserer Freunde Amy und Luca. „Es war so schön.“ sage ich. Er ist so still fällt mir auf. Als ich seine ruckartige Bewegung wahrnehme, ist er vor mir auf den Knien und hält einen Ring in der Hand. „OMG!“ „Willst du meine Frau werden?“  Ich will!“ wir fallen uns in die Arme und weinen.


                                     

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