"Farbverlust im Zoo" - Eine Geschichte von Mattia Engel - Young Circle

«Farbverlust im Zoo» – Eine Geschichte von Mattia Engel

Member Stories 2026

«Farbverlust im Zoo» – Eine Geschichte von Mattia Engel

Vier Freunde, ein Zoo und ein grosses Heimweh. Als ihre Farben vor Traurigkeit verblassen, fassen sie einen mutigen Entschluss: zurück in den Dschungel!
Eine abenteuerliche Geschichte über Freundschaft, Mut und das Finden der eigenen Heimat.

Es war einmal ein Tiger namens Theo, der im Zoo Basel lebte. Er hatte 3 Freunde, Flamingo Eva, Schlange Jimmy und das Totenkopfäffchen Floh. Sie lebten Käfig an Käfig und waren gute Nachbaren.

Eines Tages kamen sie alle in der Mitte der vier Käfige zusammen. Da sagte Jimmy: «Theo, dein Fell verliert Farbe. Du wirst von Tag zu Tag blasser.» Theo erwiderte: «Das stimmt nicht. Ich bin nur traurig, dass ich nicht mehr im Dschungel lebe. Gestern Abend hörte ich, wie Nils, der Zoopfleger, Floh von seiner Reise nach Afrika erzählte. Das erinnerte mich an meine wunderschöne Vergangenheit im Dschungel.» Dann merkten die anderen, dass sie auch traurig wurden. Floh sagte: «Ich glaube wir haben Heimweh!» Da kreischte Eva auf: «Floh, jetzt wird dein Fell auch blasser!» Dann sagte Jimmy: «Wir müssen etwas unternehmen, sonst werden wir noch Weiss!» «Ich schlage vor, wir suchen einen Weg zurück in den Dschungel.» Alle jubelten lauthals. Dann sagte Floh: «Als Nils mir von seiner Reise nach Afrika erzählte, sagte er, dass er zuerst auf einem Schiff bis nach Holland fuhr. Dort stieg er in ein Frachtschiff und fuhr bis nach Afrika. Das Einzige, was wir machen müssen, ist, wir schlüpfen am Hafen in einen Container und fahren damit bis nach Afrika.» Jimmy sagte: «Das grösste Hindernis, sind unsere Käfige.» Eva sagte: «Ich schlage vor, wir schlafen einmal darüber. Und falls jemand eine Idee hat, pfeift er laut und wir treffen uns im Käfigkreuz.» Die anderen stimmten zu und sie gingen schlafen. Als Floh nicht einschlafen konnte, kam Nils und erzählte ihm eine Geschichte. Als er wieder gegangen war, sah Floh, dass die Käfigtüre einen Spalt offenstand.                                    

Er handelte sofort und pfiff so laut er konnte. Alle hasteten zum Käfigkreuz. Dort sagte Floh: «Meine Käfigtüre steht einen Spalt offen. Das ist unsere Chance!» Da sagte Jimmy: «Das ist ja super! Jetzt holst du die Schlüssel für unsere Gehege und wir verschwinden alle zusammen nach Afrika!» Floh ging los und schlich leise zu Nils. Nils schlief tief und er merkte gar nicht, dass Floh sich blitzschnell die Schlüssel mopste. Er schloss die Gehege seiner Freunde auf. Da sagte Jimmy: «Super Floh! Jetzt müssen wir nur noch zum Hafen finden.» «An das habe ich auch gedacht.» Sagte Floh und zeigte ihnen eine Stadtkarte. «Super Floh! Theo, warum bist du so stumm? Theo?» Fragte Eva. Jimmy schrie: «Theo wo bist du?» Sie waren alle still. Da hörten sie ein Schnarchen. «Ich glaube Theo hatte meinen Pfiff nicht gehört.» Sagte Floh. «Egal, erzählen wir es ihm morgen früh. Abhauen können wir auch morgen Nacht.» Sagte Floh. Jimmy sagte: «Kommt, wir gehen schlafen, wir können es ihm beim Morgentreff sagen.» Alle gingen schlafen. Am nächsten Morgen, erzählten sie Theo alles, was passierte. Begeistert fragte er «Das ist ja super! Wann verschwinden wir?» «Wir haben beschlossen Heute Nacht zu verschwinden.» sagte Jimmy.

Mittags wäre ihr Plan fast geplatzt. Alle Zoowärter suchten um ihre Gehege die verschwundenen Schlüssel. Zum Glück hatte Floh ein Geheimversteck. Am Abend als Nils bei Floh fertig und wieder gegangen war, holte Floh die Schlüssel aus einem hohlen Baum und pfiff so laut er konnte. Die anderen kamen zum Käfigkreuz, diesmal auch Theo. Floh sagte den anderen: «Ich gehe raus aus meinem Käfig und schliesse eure auf. Dann kommt ihr raus. Aber ihr müsst leise sein. Damit Nils nichts merkt, schliesse ich die Gehege wieder ab und lege die Schlüssel auf den Weg.» Floh setzt seine Rede in die Tat um und schloss alle Käfige auf. Alle waren aufgeregt. Eva sagte: «Wir müssen uns beeilen. «Wir werden langsam alle blass!» Floh schaute auf die Karte. Und alle folgten seiner Wegbeschreibung zum Hafen. Dort angekommen, fragte Theo: «Wie kommen wir über den Sicherheitszaun?» «Ich habe eine Lösung!» sagte Floh. «Schaut mal, eine Liane hängt von diesem Baum runter. Die können wir über einen Ast werfen und auf die andere Seite klettern.» Alle kletterten auf den Baum und rutschen auf der anderen Seite an der Liane runter. Als sie drüben ankamen, mussten sie sich verstecken, weil ein Nachtaufseher sie beinahe gesehen hätte. Dann schlichen sie sich zu den Containergängen. «Wie finden wir jetzt raus, welcher Container nach Afrika geht?» fragte Eva. «Ich schlage vor, wir hören zu, was die beiden Männer dort sagen.» sagte Theo. Sie versteckten sich hinter einem Container. Einer der Männer sagte: «Dieser Container hat eine grosse Reise vor sich. Er wird nämlich nach Afrika fahren.» Und zeigte auf den Container, hinter welchem sich die vier Freunde versteckten.

Floh flüsterte den anderen ins Ohr: «Glückstreffer! Wir müssen nur noch in diesen Container schlüpfen.» Als die beiden Männer wieder weg waren, schlichen sie vor den Container. Theo stiess vorsichtig gegen die Tür. Es knarzte und die Tür öffnete sich. «Super Theo! Jetzt schlüpfen wir da rein und sehen was drin ist.» Sie gingen in den Container rein. Niemand konnte im Dunkeln sehen, nur Theo. Theo fand eine Taschenlampe und schaltete sie ein. Alle staunten! »Wow! Hier drin hat es alles, was man braucht. Es hat Kissen, viele Wasserflaschen, Tierfutter und vier Schüsseln.» Sagte Eva. Floh schloss die Türen des Containers. Vor lauter Müdigkeit schliefen sie ein.

 Am nächsten Morgen wurden sie von einem Ruckeln aufgeweckt. Floh flüsterte seinen Freunden zu: «Jetzt seid ganz leise. Es geht los. Der Kran hievt uns auf das Schiff.» Sie waren mäuschenstill, bis die Geräusche verschwanden. Dann flüsterte Eva: »Ich glaube jetzt sind wir auf dem Schiff.» Plötzlich hörten sie ein leises Surren. Theo flüsterte den anderen zu: «Das Schiff fährt los!» Dann trauten sie sich wieder zu sprechen.

Vier Wochen später kam der Container in Afrika an. Die vier Freunde huschten schnell in den Dschungel. Als sie nicht mal eine Stunde da waren, sagte Jimmy: «Ich glaube wir bekommen wieder Farbe!» Eva sagte: «Ja, das stimmt, wir haben alle wieder Farbe!» Alle jubelten und jauchzten. Die Reise hat sich gelohnt!        

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