Ich liege in dem Bett. Ich sitze auf dem Stuhl. Ich liege auf dem Boden. Und in meinem Augenwinkel nur das Messer. Es ist golden. Also der Griff. Die Klinge ist silbern. Wie bei allen Messer. Wie bei allen Messer ist sie scharf.
Ich dreh mich im Kreis. Meine Gedanken sind überall. Nur nicht hier. Auf dem Boden; wo ich steh. Auf dem Stuhl; wo ich sitz. In dem Bett; wo ich lieg. Und in meinem Augenwinkel nur das Messer.
Mutter, wo bist du? Wenn ich doch deine Liebe bräuchte. Vater. Wo bist du? Wenn ich doch deine Strenge bräuchte.
Die Zeit steht still. Ich höre Musik. Es läuft keine Musik, aber das stört meinen Kopf nicht. So schön klingen die Bässe; so schön klingen die Höhen; so schön klingen die Mitten.
Vielleicht ist schwarz schöner als ein Strudel aus Gefühlen. Vielleicht sollte es auch so sein. Vielleicht ist das ein Zeichen. Vielleicht, vielleicht und ich habe keine Ahnung. Aber woher sollte ich auch. Lieg ich doch hier; Gedanken überall und nirgends; Musik in meinen Ohren ohne Musik und das goldene Messer; liegt es doch so schön da.
Wie ein göttliches Angebot; eine ausgestreckte Hand, die nur darauf wartet, ergriffen zu werden.
Der Boden ist hart. Weich ist der Pullover. Flauschig und kuschelig. Ironie des Universums, was?
So werden sie mich finden. In einem Pullover. Kuschelig und flauschig. Und sie werden sich denken: Es war doch nur ein Messer.
Hier geht’s zu den weiteren Member Stories: