Ich zog meinen Rucksack von der Schulter und warf ihn in die Ecke meines Zimmers. Mein Vater würde wohl erst spät von der Arbeit kommen, so wie fast jeden Tag.
Als ich den Platz im Wald neben unserem Haus erreichte, bei dem ich mich beschützt und geborgen fühlte und mich im Moos niederliess, fing ich an zu summen, so wie ich es immer tat. Nämlich dieses Lied, das mir meine Mutter vorsang, als ich noch kleiner war und merkte, dass mir plötzlich ganz warm wurde, wenn ich an sie dachte, aber gleichzeitig liefen mir Tränen über die Wangen.
Ich ging weiter und fand eine schöne Stelle im Wald, wo ich mein Buch hervornahm und anfing zu lesen. Wenn ich lese, bin ich direkt in einer anderen Welt und stelle mir vor, wie es wohl wäre, wenn ich in dieser Geschichte wäre. Als ich fast alle Geräusche ausgeblendet hatte und mich ganz auf die Geschichte konzentrierte, holte mich ein singender Vogel aus meinen Gedanken heraus und ich fühlte mich plötzlich ganz anders als zuvor. Ich packte mein Buch ein und lief dem seltsamen Geräusch hinterher. Irgendetwas sagte mir, dass dahinter etwas Geheimnisvolles steckt.
Als ich weiter nach vorne lief, sah ich ein kleines Häuschen auf einer Lichtung stehen, umgeben von einem kleinen, gut gepflegten Kräutergarten und ein paar Gartengeräten.
Aus dem kleinen Kamin stieg Rauch empor, was darauf hindeutet, dass darin jemand wohnt. Als ich etwas genauer schauen wollte und in den Garten ging, hörte ich plötzlich eine Tür quietschen und sah daraufhin ein freundliches Gesicht, das zu einer alten Frau gehörte. Ich erschrak ein bisschen, weil ich nicht erwartet hatte, dass jemand aus dem Haus herauskommen würde.
«Hallo, wer bist du?», hörte ich die Dame fragen, als sie mich, ehe ich mich versah, in das kleine Häuschen zog und ich im nächsten Moment frische noch dampfende Blaubeermuffins und ein Glas Sirup vor mir hatte.
«Ich bin Hailey und wohne im Dorf gleich nebenan», sagte ich ganz leise und die alte Dame lachte fröhlich und erzählte mir, dass sie Hazel heisst und schon ihr ganzes Leben im Wald wohnt, weil sie eine ganz spezielle Verbindung zu den Tieren und Pflanzen hat.
«Möchtest du, dass ich dir ein Geheimnis verrate und dir etwas Wunderschönes zeige?», fragte mich Hazel ganz nett und zeigte dabei mit ihrem Finger auf eine Tür, die mir vorher nicht aufgefallen war, weil sie mit sehr vielen Pflanzen überdeckt war. Wir gingen rein und als ich Hazel gerade fragen wollte, was wir hier machen, sah ich ein sehr grelles Licht auf mich zukommen und im nächsten Moment waren wir in einer anderen Welt, in der ich wohl noch viele Abenteuer erleben werde.
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