Buchtipps von den Lernenden bei Orell Füssli VII - Young Circle

Buchtipps von den Lernenden bei Orell Füssli VII

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Buchtipps von den Lernenden bei Orell Füssli VII

Den ganzen Tag haben sie mit Büchern zu tun, sie kennen die Bestseller, die schönsten Buchcovers, jede Neuheit und haben schon Unmengen an Büchern verschlungen – die Lernenden bei Orell Füssli!

In diesem Beitrag werden sie wieder einige ihrer wertvollsten Buchtipps mit euch teilen. Vielen Dank an alle Lernenden für das fleissige Schreiben & allen anderen wünschen wir viel Spass beim Stöbern! 🙂

Platzspitzbaby von Michelle Halbheer

Rezension von Fiona A.

Eine ergreifende Biografie über ein ernstes Kapitel in Zürich. Durch die Verfilmung bekommt dieses Buch die Aufmerksamkeit, die es verdient.

Michelle wird in eine anfangs liebende Familie hineingeboren. Doch ihre Mutter ist anders. Sie ist drogenabhängig und probiert das Ganze zu verstecken. Michelle ist noch ein kleines Kind, als sie mit der Sucht ihrer Mutter konfrontiert wird. Sie gehört zur Platzspitz Generation. Michelle ist 10 als sich ihre Eltern scheiden lassen und ihre heroinabhängige Mutter das Sorgerecht bekommt. Michelle wird vernachlässigt und schämt sich für ihr zu Hause. Als die Sucht immer schlimmer wird, verliert Michelle ihre Freunde. Niemand durfte mehr zu ihr nach Hause. Sie wird psychisch und körperlich missbraucht und überlebt nur knapp. Doch erst im Teenageralter getraut sie sich, sich zu wehren, jedoch bleiben die Behörden untätig.
Mit 16 Jahren kommt sie in eine streng religiöse Pflegefamilie. Auch dort findet sie kein zu Hause und Geborgenheit.Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Durch das Erlebte wurde Michelle eine extrem starke Frau. Heute ist sie 30 Jahre alt und suchtfrei. Etwas, das viele Kinder dieser Generation nicht sind.

Mit diesem Buch möchte sie den vergessenen Platzspitzbabys eine Stimme geben. Dieses Buch hat mich fasziniert. Die Stärke dieser Frau ist unvorstellbar. Sie erzählt die Geschichte objektiv, ohne wütenden Unterton und das bewundere ich. Teilweise musste ich das Buch zur Seite legen, um es etwas zu verdauen. Es ist einfach so real. Eine gelungene Autobiografie!

Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf

Rezension von Flavia S.

Zwei alte Menschen, die gemeinsam die schreckliche Einsamkeit, die sie in der Nacht fühlen, überstehen. Zwei Menschen, die sich ihre Geheimnisse anvertrauen und eine tiefe Freundschaft schliessen. Es entwickelt sich eine Beziehung, welche im ganzen Städtchen als Gesprächsthema Nummer 1 gilt.
So finden sich die 70-jährige Witwe Addie und ihr Nachbar Louis, als sie bei ihm eines Abends vor der Tür steht und ein Angebot macht, welches sehr unmoralisch klingt. Er soll die Nächte bei ihr verbringen, im Bett. Aber nicht so wie jetzt alle denken – nein, es geht eher darum, sich nicht einsam zu fühlen, Wärme zu spüren und vor allem um zu reden.
Nach kurzem Überlegen willigt Louis ein. So beginnt ihre Geschichte. Und obwohl sie einander kaum kennen, vertrauen sie einander ihre tiefsten Geheimnisse an, reden darüber was in ihren Leben schief gegangen ist, was sie anders gemacht hätte. So merken sie schnell, dass ihr Leben, wie sie es geführt haben, nicht so perfekt war, wie es nach aussen den Anschein hatte.

Dieses Buch ist unglaublich ehrlich und wunderschön zugleich. Ich habe mich beim Lesen so wohl gefühlt, konnte mich in beide Menschen und deren Leben hineinversetzen. Ab und Zu kamen mir sogar ein paar Tränen. Man kann die Wärme und Chemie zwischen Addie und Louis beim Lesen regelrecht spüren. Es war einfach wunderbar ein solch schönes Buch zu lesen.

City of Bones von Cassandra Clare

Rezension von Marina H.

Zum Inhalt
Clary’s Welt wird ordentlich durcheinander gebracht, als sie den merkwürdigen Jace und seine Freunde kennen lernt. Als ihre Mutter praktisch zeitgleich ohne jede Spur verschwindet und die Wohnung völlig zerstört zurücklässt, wird das Ganze noch seltsamer, denn ausgerechnet Jace scheint zu ahnen, warum das alles passiert und gewährt Clary Einlass in seine Welt – die voller Dämonen ist. Zusammen mit ihm und seinen Freunden beginnt eine wilde Jagd durch New York – wobei sie genauso Jäger wie Gejagte sind. Clary wird bald lernen, dass alle Mythen über Dämonen, Vampire und Werwölfe wahr sind. Und sie befindet sich mitten unter ihnen…

Meine Meinung
Zu Beginn erwähne ich, dass ich erst durch den Film ‚Chroniken der Unterwelt‘ vor einigen Jahren auf diese Bücher aufmerksam geworden bin. Deswegen habe ich das Buch vielleicht ein wenig anders gelesen, als jemand, der sich zum ersten Mal mit der Welt der Schattenjäger auseinandersetzt.
Genau das habe ich bei Clarys Charakter gut gemerkt. Im Film mag ich sie sehr. Sie ist ein typischer Teenager, zwar etwas zickig ihrer Mutter gegenüber, dafür ist sie stark und würde alles tun, um die Menschen, die sie liebt, zu retten. Im Buch allerdings fand ich sie während der ersten Hälfte fast etwas nervig fand. Im Film wirkt sie erwachsener, darum hat es mich im Buch so gestört, dass sie anfänglich einen eher kindlichen Eindruck macht. Aber lasst euch davon nicht abschrecken, es bessert sich, je mehr wir sie und sie die Schattenjäger kennen lernen!
Über die anderen Personen in City of Bones kann ich sagen, dass Cassandra es geschafft hat, jeder Person einen ganz eigenen und einzigartigen Charakter zu geben. Ich denke, jeder wird in dieser Truppe aus Schattenjägern und co. einen Freund finden, mit dem er sich identifizieren kann. Dazu kommt natürlich auch, dass dieses Universum, welchen die Autorin geschaffen hat, absolut aufregend und überaus kreativ ist. Wenn es euch wie mir geht, werdet ihr jede Einzelheit über diese Welt wissen wollen!
Über den Schreibstil kann ich nur Gutes sagen, die Geschichte liest sich fliessend und ebenmässig. Ich fand auch, es hatte keinen Hänger, sondern blieb durchgehen spannend. Darum wollte ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen!
Ich bin auf jeden Fall mehr als gespannt auf die weiteren Bände und nehme den zweiten bestimmt schon bald in die Hände!

Fazit
Ein gelungener Auftakt! Die Welt der Schattenjäger und Dämonen hat mich definitiv für sich gewonnen!

The Sun is also a Star von Nicola Yoon

Rezension von Simona H.

Liebe auf den ersten Blick? Natasha glaubt nicht daran. Für sie zählen nur Fakten. Doch plötzlich verändert EIN Augenblick auch ihr Leben…
Natasha ist Jamaikanerin und wohnt mit ihrer Familie in New York. Alles scheint in Ordnung bis die Familie ihr Aufenthaltsrecht verliert und am nächsten Tag abgeschoben werden soll.
Um doch in Amerika bleiben zu können, will Natasha einen Anwalt aufsuchen, der ihr empfohlen worden ist. Auf dem Weg zu dessen Büro wird sie fast von einem Auto angefahren. Doch Daniel, ein junger Mann, rettet ihr das Leben. Eine schicksalhafte erste Begegnung, bei der sich Daniel sofort in Natasha verliebt. Mithilfe eines Experiments versucht er, Natasha in sich verliebt zu machen.

Die beiden verbringen den ganzen Tag zusammen, bis Natasha im gesteht, dass sie abgeschoben wird. Daniel will es nicht wahrhaben, dass Natasha das Land verlassen muss und versucht es mit ganzer Kraft zu verhindern. Wird es ihm gelingen? Während dem Lesen fiebert man mit Natasha und Daniel mit und will unbedingt, dass Natashas Familie nicht abgeschoben wird. Die Geschichte der beiden jungen Menschen ist so emotional geschrieben, dass man einfach mitfühlen muss. Hat man einmal mit dem Lesen angefangen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan

Rezension von Ricarda W.

A wacht jeden Tag in einem anderen Körper auf, egal ob Mädchen oder Junge, ob gross oder klein, ob blond oder braunhaarig. Einzig das Alter verändert sich in gewohnten Bahnen. A hat sich mit diesem Leben oder besser gesagt diesen Leben abgefunden, auch wenn es manchmal anstrengend ist, jeden Tag neue Emotionen, Erinnerungen und Familien zu verarbeiten. Keine Familie und Freunde zu besitzen, damit muss sich A abfinden. Die Regeln, die A sich aufgestellt hat, sind simpel und doch schwer: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Alles läuft nach Plan, bis A sich in Rhiannon verliebt. Doch kann sich Rhiannon in eine Gestalt, die im Innern so Tiefgründig, im Äussern aber jeden Tag einen anderen Körper besitzt, verlieben?

Letztendlich sind wir dem Universum egal ist ein wundervoll poetisch geschriebenes Buch, welches auf unerwartete, unterhaltsame Art Themen wie die erste Liebe, Geschlecht und Identität behandelt. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen, da immer wieder unerwartete Wendungen vorprogrammiert waren, da ja A jeden Tag in einem anderen Körper verbringt. Mit einer schönen Sprache und einem lockeren Umgang mit den Problemen und Hindernissen, die das Leben bereithält ist dieses Buch gelungene Jugendliteratur.

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